Aktuelles

Vor einigen Wochen verfolgten wir im ZDF eine beeindruckende Reportage von Katrin Eigendorf aus dem Indira-Gandhi-Kinderkrankenhaus in Kabul, Afghanistan, welche die dramatische Mangelsituation der Klinik und dort speziell der Säuglingsstation dokumentierte. Sofort wuchs die Idee, hier durch eine Hilfslieferung zu unterstützen,

Seit April 2020 sind wir nicht mehr vor Ort in Eritrea gewesen. Grund dafür war die Pandemie und in der Folge der strenge Lockdown Eritreas mit der Schließung des Flughafens uns seiner Grenzen, um die Bevölkerung vor dem Hereintragen des Corona-Virus zu schützen.

Im Südwesten Tansanias, etwa 600 Kilometer oder acht Fahrstunden von Dar es Salaam entfernt, gibt es in dem kleinen Ort Ifunda eine Missionsstation der Diözese Iringa. Ein Ehepaar aus Bad Waldsee, Monika und Horst Blaser, hat 1998 die „Kinderhilfe Tansania“ ins Leben gerufen und kümmert sich seitdem mit der Unterstützung der Diözese und des Staates um den Aus- und Weiterbau dieser alten Missionsstation. Mindestens zweimal jährlich sind die beiden vor Ort in Tansania und arbeiten gemeinsam mit den einheimischen Schwestern, Ärzten und Handwerkern an der Verbesserung der medizinischen Infrastruktur, vor allem durch Schulung und Aufklärung. So ist aus der ursprünglichen „Dispensary“ (Apotheke) inzwischen ein „Health Center“, d. h. eine kleine Krankenhauseinheit geworden, in der fast alle medizinischen Vor- und Nachbehandlungen und sonstige Aktivitäten für die hilfsbedürftigen Menschen geplant und durchgeführt werden können.

Einer der Schwerpunkte von ARCHEMED liegt in der Behandlung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen und darüber hinaus in der Verknüpfung von Geburtshilfe und Neugeborenenmedizin, der sog. Perinatologie. Auch vor dem Hintergrund, dass die politische Situation in Eritrea gerade nicht einfach ist, haben wir uns gefragt, warum wir diese wertvollen Erfahrungen nicht auch in anderen Ländern anbieten sollten. Und warum wir mit unserem Wissen nach Afrika reisen müssen, wenn auch bei uns „um die Ecke“ ein deutlicher Versorgungsengpass vorherrscht, den man mit wenig Aufwand beheben könnte. Natürlich – Albanien ist ein Beitrittskandidat der Europäischen Union und mit den schwerwiegenden Problemen in Ostafrika sicher nicht zu vergleichen. Und dennoch gibt es auch hier Missstände: Albanien ist ein zentralisiertes, auf die Hauptstadt Tirana ausgerichtetes Land, welches vor allem in der Peripherie einen eklatanten Mangel an medizinischer Versorgung erkennen lässt. Gebärende Mütter und ihre Neugeborenen bleiben in der Provinz unterversorgt. ARCHEMED möchte mit einem kleinen, zeitlich begrenzten Projekt helfen, medizinische Angebote und Strukturen vor allem auf dem Land zu verbessern.

Im Rahmen unserer diesjährigen Mitgliederversammlung 2021 fand am Samstag, den 12. Juni 2021 vor der schönen Kulisse des Möhnesees

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